^

Themabewertung:
  • 157 Bewertung(en) - 2.89 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Temperaturvariable in GT Tastern manipulieren
#1
Hallo liebe Leute,

ist es möglich die gemessene Temperatur in einem GT Taster zu manipulieren und in einer neuen Variable auszugeben?
Mir machen die Netzteile in den Unterputzdosen hier ein großes Problem und verfälschen die Temperatur nach oben.
Darum würde ich gerne mit einem Thermometer die Temperatur bestimmen und die Differenz dann von der im GT gemessenen subtrahieren.

Ist dies machbar?
Zitieren
#2
Siehe hier
Mit freundlichen Grüßen vom LCN-Team

H.Szlopsna
Zitieren
#3
Vielen Dank für den Link!

Auf den GT4D's funktioniert das soweit. Nur wie ist das in den GT12 und GT6 Tastern zu lösen?
Meine FBH richtet sich nach den Werten der jeweiligen in den Räumen verbauten GT Tastern (alle ab FW 17) mit TS.
Die Solltemperaturen für die FBH habe ich alle künstlich nach oben korrigiert da die GTs ja eine "falsche" Temperatur auslesen.
Ich würde darum gerne eine neue korrigierte Variable haben nach denen sich dann auch die Stellantriebe nach der realen Temperatur schalten lassen.

Ist dies umsetzbar?

Vielen Dank
Zitieren
#4
Moin.

Schau dir doch mal die Formel bei den Variablen an. Dort kannst du Werte addieren, bzw. subtrahieren...

MfG Carsten
Wenn jeder nur an sich denkt, dann ist doch an Jeden gedacht ...   Dance
Discord GLT : https://discord.gg/kEDwxfq
YT-Kanal : Lucky LPA
Zitieren
#5
Zu einem bietet das LCN-GT6 überhaupt keine Anzeige der Temperatur, zum zweiten kann man den Versatz beim LCN-GT12 mit der Beschriftung korrigieren (bei diesem wird der Bargraph ja 'händisch' beschriftet).

Grundsätzlich reicht die beschriebene Methode (korrigieren in der Anzeige) aus, um eine korrekt Funktion zu gewährleisten. Dabei wird ja nicht nur der IST-Wert in der Anzeige verschoben, sondern auch der SOLL-Wert.

Beispiel:

Der Sensor misst 2 Grad zuviel, die Anzeige wird also um 2 Grad abgesenkt.

Wir möchten den Raum auf 21 Grad heizen. Wenn der Raum 21 Grad hat, liefert der Sensor also den Wert 23 Grad. Der Regler wird auf den Sollwert 23 Grad eingestellt, heizt dann solange auf, bis der Temperatursensor diesen eingestellten Wert, also 23 Grad meldet. Dann hat der Regler sein Ziel erreicht. Das Display zieht bei der Anzeige, sowohl beim Sollwert, als auch beim Istwert 2 Grad ab. Es zeigt also in diesem Fall den Sollwert (23 - 2) = 21 Grad an, den Istwert (23-2)=21 Grad. Somit stimmt (fast) alles.
Was zugegebener maßen nicht stimmt, ist die Statusanzeiger der LCN-PRO, hier stehen die Originalwerte. Ferner muss eine Taste, die den Raum z.B. auf Absolut 21 Grad setzen soll, mit dem Befehl Setze Sollwert Absolut 23 Grad programmiert werden.

Ok, wenn es dass nicht sein soll, können Sie bei Modulen ab Firmware 17 eine neu Variable definieren, und dort eine Formel hinterlegen. Diese Formel würde dann den Originalwert des Sensors nehmen und z.B. 2 Grad abziehen. In dem Regler und bei den Anzeigen würden Sie dann nicht mehr die Originale Variable verwenden, sondern stattdessen die neue, die im Modul entsprechend umgerechnet wurde.

   

Hier sehen Sie die Originalvariable 2 mit dem zu hohen Wert 23,3 Grad, darunter, als Variable 3 mit 21,3 Grad (LCN 1213), also mit 2,0 (LCN 20) abgezogen.
Diese neue Variable 3 können Sie nun im Regler, Schwellwert als Quelle, im Display, Bargraph, LCN-GVS u.s.w. zur Anzeige verwenden
Mit freundlichen Grüßen vom LCN-Team

H.Szlopsna
Zitieren
#6
Wow!

Vielen dank für ihre ausführliche Antwort! Ich werde die Version mit den neuen Var's heute Abend gleich mal testen! Ich finde die Option eleganter da man nicht immer die Differenz im Hinterkopf haben muss.
Hoffe ich kann weiter bei Problemen auf solch kompetente Antworten zählen!! :thumbsup:

Viele Grüße
Zitieren
#7
Hi!
HSZ schrieb:Ok, wenn es dass nicht sein soll, können Sie bei Modulen ab Firmware 17 eine neu Variable definieren, und dort eine Formel hinterlegen. Diese Formel würde dann den Originalwert des Sensors nehmen und z.B. 2 Grad abziehen. In dem Regler und bei den Anzeigen würden Sie dann nicht mehr die Originale Variable verwenden, sondern stattdessen die neue, die im Modul entsprechend umgerechnet wurde.
Das ist ja eine sehr nette Funktion mit der Formel. Nur leider lassen sich damit nur ein ganz kleiner Teil der linearen Funktionen nachbilden, da der Wertebereich der Faktoren auf ganze Zahlen zwischen -100 und 100 eingeschränkt ist und man nur einen globalen Divisor zur Verfügung hat. Somit kommt man auch nicht mit kaskadierenden Multiplikatoren weiter.Ich wollte nämlich die lineare Funktion (y = 0.1182*x - 123.8) , die ich beim GT10D hinterlegt hatte, nun direkt als Variable abbilden, damit ich sie überall richtig habe. Das geht leider nicht.PS: Leider ist die lineare Funktion im GT auch nur eine Näherung und versagt, sobald ich Tasten-, Display- oder Hintergrundbeleuchtung aktiviere/deaktiviere oder die Intensität ändere. Somit ist der TS des GT10D eigentlich nutzlos. Beim GT4D ist es noch schlimmer.--Viele Grüße,Mathias
Zitieren
#8
In den LCN-Modulen wird grundsätzlich nur mit Ganzzaheln gearbeitet. Dadurch ist ein einfaches Handling der Messwerte möglich, und es wird nur wenig Rechenleistung benötigt. Eine Verarbeitung der realen Werte ist im Modul nicht erforderlich. Einzig dort, wo die Ergebnisse numerisch angezeigt werden (also GTxD und GVS) ist die reale Darstellung gefordert. Und d dort ist auch die Rechenleistung vorhanden, diese Umrechnung durchzuführen.

Die Formeln im Modul sind z.B. verwendbar, um Mittelwerte aus mehreren Sensoren zu bilden.

Die Lineare Funktion in den Displays ist eine feste, lineare Funktion, und diese Aufgabe erfüllt sie auch. Dass sich der Temperaturwert verschiebt, wenn sich das Display erwärmt, hat nichts mit der linearen Funktion zu tun. Hier verschiebt sich der Rohwert vom Sensor, dies kann eine Lineare Funktion nicht ausgleichen, da prinzipiell zunächst der Grad der Erwärmung eine unbekannte ist. Aktuelle Display korrigieren aber abhängig von gewählter Beleuchtung die Temperatur.

Trotz alle dem ist die Messung im Display in der Installation eine sehr einfache Lösung, aber naturgemäß nicht die technisch optimale, da das Display in der Regel nie dort hängt, wo ein Sensor optimal montiert sein sollte. Wer hier das Optimum herausholen möchte, ist gut beraten, einen abgesetzten Sensor zu verwenden.
Mit freundlichen Grüßen vom LCN-Team

H.Szlopsna
Zitieren


Gehe zu: